Was bedeutet menri? 

Eines der ältesten Klöster der Bön-Tradition in Tibet wurde auf einem Berg gebaut, umgeben von einer Vielzahl von Heilpflanzen und Wasserquellen. 

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Das Kloster wurde "menri" (tibetisch: སྨན་རི་) genannt - bedeutet Medizinberg.
Die beiden Hauptsäulen des tibetischen Buddhismus sind Mitgefühl und Weisheit, symbolisiert durch Mond und Sonne. Dies sind die Bausteine meines Logos und meine Philosophie. 

Ist Sowa Rigpa, Tibetische Medizin und TTM das gleiche?

Ja. Sowa Rigpa [གསོ་བ་རིག་པ་] ist das Tibetische Wort für Traditionelle Tibetische Medizin. TTM wie Sie sich vermutlich schon denken können, ist die Abkürzung von Traditioneller Tibetischer Medizin. 

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Weder Sowa Rigpa noch TTM sind sehr geläufig. Auch die Tibetische Medizin selbst ist noch nicht wirklich ein Begriff.
Ganz persönlich gesprochen, bevorzuge ich den Begriff "Sowa Rigpa", denn das Tibetische Wort beschreibt einfach wunderbar die Tibetische Medizin. Wörtlich übersetzt bedeutet Sowa = Heilung, Nähren und Rigpa = Wissenschaft, Bewusstsein. Was soviel bedeutet wie „Heilung über die Wissenschaft des Bewusstseins“

Mir liegt es sehr am Herzen, diesen Schatz der Tibetischen Kultur mit enormen Respekt und Hingabe weiterzugeben. 
Mögen alle Lebewesen glücklich und frei von Leiden sein! 
Möge sich ihr Glück nicht erschöpfen und sie Gleichmut erlangen!  

Was ist der Unterschied zwischen der Traditionellen Tibetischen Medizin (TTM) und der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM)?

Nun, da muss ich nun ein wenig in die Geschichte zurück gehen. Etwa im 8. Jahrh. Hat es zwischen chinesischen, ayurvedischen, persischen und Ärzten aus der Bön Tradition (altes Tibet – Schamanismus), die 1. Internationale Medizinkonferenz stattgefunden. Diese Konferenz ging ca 1 Jahr lang und die Mediziner haben dort die Essenzen aus den einzelnen Traditonen zusammengetragen. 

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Die dort entstandenen Texte wurden der Grundstein der Tibetischen Medizin. Dieses Buch nennt sich Gyüshi und wird noch heute so gelehrt und auswendig gelernt wie damals. Dank des Auswendig lernens konnten die Texte bis heute erhalten bleiben, trotz der Zerstörung aller Bücher durch die Invasion der Chinesen. 


Aber was ist nun der Unterschied? ... denn so wie wir gerade gehört haben hat die Tibetische Medizin alles von allem. Mehr oder weniger :) 

1. Buddhistische Philosophie

  • die Natur des Geistes hat ein hohen Stellenwert. 
  • Geistesgifte wie Gier, Hass und Verblendung sind die Grundursache unseres Leidens  

2. Ethisches Verhalten der Therapeutin/ des Therapeuten in der Praxis

  • Körper / Rede / Geist/, Großzügigkeit, Ausdauer, Konzentration, Weisheit, Meditation

3. Thangkas: „Gezeichnete Nachricht“

  • Rollbild, welches wie eine Landkarte durch visuelle Symbole und Farben erkundet werden kann.

Ein Thangka ist in der Tibetischen Medizin ein wichtiger Bestandteil. Es ist die visuelle Darstellung der Heilenden Kräfte/Energien. Die visuelle Darstellung von Gesundheit, Krankheit, Körper, Geist und deren Ursachen und Wirkung. So ist es möglich den Geist, Stufe für Stufe tiefer zu ergründen und näher an die tatsächlichen Ursachen der Erkrankung zu kommen. Die Tibeter haben die großartige Gabe, einen komplexen Text in wunderschöne Bilder zu packen. Denn nur durch das erfassen durch die Sinne können wir unseren Geist trenieren 

4. gegenseitiges Verständnis und Anerkennung anderer Traditionen

  • ohne zu mischen oder das eine dem anderen vorzuziehen sollten die Lehren zur Vertiefung des gegenseitigen Verständisses zusammen arbeiten. 

Muss man Buddhist sein bzw. einen buddhistischen Hintergrund haben um zu ihnen zum kommen?

Damit man Tibetische Medizin praktizieren will bzw erfahren will, muss man kein Buddhist sein bzw den Lehren Buddhas folgen geschweige denn sich mit Buddhismus auskennen. 

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Tibetische Medizin ist eine Wissenschaft des Bewusstseins. 
Das Studium von Sowa Rigpa ist für Tibeter ein volles Studium von mindestens 7 Jahren. Welches die Lehre des Physischen Körpers, der Buddhistischen Philosophie, der Astrologie, der Materia Medica und der manuellen Behandlung beinhaltet. 

Was ist das Grundprinzip der Tibetischen Medizin?

Das Grundprinzip der Tibetischen Medizin ist die elementare Theorie. Sowohl der Makrokosmos (Universum) als auch der Mikrokosmos (Pflanze, menschlicher Körper usw.) bestehen aus den 5 Elementen. Diese sind in der Traditionellen Tibetischen Medizin (TTM) Feuer, Wasser, Erde, Luft und der universelle Raum.

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In der Tibetischen Medizin (Sowa Rigpa) teilt man diese 5 Elemente in drei Prinzipien ein.
Luft & Raum  = Lung, deutsch - Wind (verantwortliches Geistesgift: Gier)

Feuer & Raum = Tripa, deutsch - Galle (verantwortliches Geistesgift: Hass)

Wasser, Erde & Raum = Baeken, deutsch - Schleim (verantwortliches Geistesgift: Verblendung)

Lung - verantwortlich für alle Aktivitäten und Bewegungen im Körper. Qualitäten: rauh, leicht, kalt, beweglich, hart, leicht
Tripa - verantwortlich für die Stoffwechsel und Körpertemperatur. Qualitäten: scharf, heiß, leicht, übelriechend, abführend/reinigend, feucht
Baeken - verantwortlich für die Geschmeidigkeit. Qualitäten: kühl, schwer, sanft, stabil, haftend, stumpf

Alle drei Prinzipien, haben das Potenzial die Ursache oder die Wurzel aller Krankheiten zu sein.

Mit welchen Beschwerden kann ich zu ihnen kommen?

Theoretisch mit allen Beschwerden. Praktisch gesehen, kommen Patienten die entweder was neues ausprobieren wollen oder bei "Pontius und Pilatus" waren und nun extrem verzweifelt sind, da bisher noch keine Behandlung so richtig Linderung bzw. Heilung erbracht hat. 

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Tibetische Medizin ist bei chronischen Leiden, sei es körperlicher oder psychischer Natur oder bei sehr schwerwiegenden Krankheiten begleitend sehr gut einsetzbar. 
Auch in der Embryologie ist Sowa Rigpa unglaublich. Die Tibeter haben auch hier Wissen was ca 2000 Jahre alt ist, dass durch die Wissenschaft bestätigt wurde. 
Folgend nun ein paar Krankheitsbilder, bei der die Tibetische Medizin gut ein zusetzen ist: 
Magen-, Darmbeschwerden, Blähungen, Chronische gastrointestinale Leiden, Schlaflosigkeit, Kinderwunsch, Kopfschmerzen, Migräne, Myome, Gelenkschmerzen, Nervenleiden, Psychische Leiden wie z.b. Burnout und Depressionen,  Krebsgeschehen in der Begleitung zu schulmedizinischen Maßnahmen und danach. Um nun nur ein paar Bereiche zu nennen. Egal welche Beschwerden Sie haben, Sowa Rigpa ist ein wunderbares Werkzeug um ihren Selbstheilungskräften wieder näher zu kommen. 

Wie verläuft ihre Behandlung und wie lange dauert eine Behandlung ?

Der Ablauf einer Behandlung ist auch in den Texten von Sowa Rigpa sehr genau beschrieben. 
Nach der Anamnese und den Diagnoseverfahren wie u. a. der Pulsdiagnose und Urinschau ist die Reihenfolge der therapeutischen Maßnahmen der Tibetischen Medizin klar festgelegt: 

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1. Ernährung- und Verhaltensweisen beobachten und verändern
2. Gabe medizinischer Substanzen: Hierbei greife ich v. a. zu Tibetischen Rezepturen und zu Phyto- und  Gemmotherapie

3. äußere Therapieformen wie Tibetische Akupressur Massage, Tibetisches Schröpfen, Moxabution und Wickel gehören ergänzend dazu.

Was sind die Kosten für Ihre Leistungen?

Die Heilpraktikerbehandlungen umfassen unter anderem auch wissenschaftlich/schulmedizinisch nicht anerkannte - naturheilkundliche - Heilverfahren.

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Das Honorar berechnet sich nach dem jeweiligen Zeitaufwand der Behandlung. Die Abrechnung erfolgt über die GebüH. Die Vergütung für meine Leistung in einer Erstanamnese verläuft sich auf 108,- €. Für Folgebehandlungen werden folgende Preise veranschlagt:
60 Minuten     € 90,- 
90 Minuten     € 135,-
120 Minuten   € 171,- 
150 Minuten   € 207,-


Aufklärung / Hinweise

Der Klient wird darauf hingewiesen, dass

- die Behandlung des Heilpraktikers eine ärztliche Therapie nicht vollständig ersetzt. Sofern ärztlicher Rat erforderlich ist, wird der Heilpraktiker unverzüglich eine Weiterleitung an einen Arzt veranlassen. Dies gilt auch dann, wenn dem Heilpraktiker aufgrund eines gesetzlichen Tätigkeitsverbots eine Behandlung nicht möglich ist;

- für die Erteilung einer Auskunft des Heilpraktikers an Dritte die schriftliche Einwilligung des Klienten erforderlich ist;

- die gesetzlichen Krankenversicherungen die Behandlungskosten des Heilpraktikers nicht übernehmen; private Krankenversicherungen oder private Heilpraktiker-Zusatzversicherungen nur im Rahmen des vereinbarten Tarifs;

- Klienten unabhängig ihrer jeweiligen Versicherung die Behandlungskosten selbst zu tragen haben.

Mitglieder privater Krankenversicherungen oder Beihilfeberechtigte können einen (Teil-) Erstattungsanspruch der Behandlungskosten gegenüber ihrer Versicherung haben. Der Klient hat das Erstattungsverfahren gegenüber seiner Versicherung eigenverantwortlich durchzuführen. Hierzu erforderliche Unterlagen (u.a. Rechnungen) händigt der Heilpraktiker dem Klienten aus. Das Ergebnis des Erstattungsverfahrens lässt den Honoraranspruch des Heilpraktikers gegenüber dem Klienten unberührt.